Wann ist Magnetresonanz-Mammographie sinnvoll?
Die MR-Mammographie ist das empfindlichste Untersuchungsverfahren der Brust. Aufgrund der geringen Spezifität (Fähigkeit, einen Befund als bös- oder gutartig ein-zuordnen) bleibt ihr Einsatz bisher auf spezielle Problemfälle begrenzt. Sie kann eine Mammographie nicht ersetzen. Die MR-Mammographie kommt in folgenden Situationen - in
Ergänzung zu den anderen Verfahren zum Einsatz:
- mammographisch, sonographisch und ggf. bioptisch unklarer Befund
- bei Silikonimplantaten, insbesondere nach Brustkrebs
- Differenzierung zwischen Vernarbungen nach Tumorentfernung und Bestrahlung; dabei ist ein Abstand zwischen Operation und Untersuchung von mindestens 6 Monaten,
- nach Bestrahlung von 12 Monaten, einzuhalten. (In Einzelfällen kann die MRM schon früher sinnvoll sein)
- vor brusterhaltender Operation zum Ausschluss eines versteckten zweiten Tumorherdes
- Ausschluss eines zweiten Tumors in der gegenseitigen Brust
- zur Therapiekontrolle bei neoadjuvanter Chemotherapie


