Radiologie Koblenz Aktuell

Neue Spezialabteilung für 3-D-Brustdiagnostik

Mit der Eröffnung einer neuen Spezialabteilung für innovative Mammadiagnostik führt das Radiologische Institut Hohenzollernstraße Koblenz die Brustdiagnostik in eine neue Dimension. Ein nagelneues 3-D-Mammographie-Gerät und ein 3-D-Ultraschallgerät machen es möglich, Tumore noch präziser aufzuspüren. Die innovativen Diagnoseverfahren kommen vor allem Risikopatientinnen (z.B. bei familiärer Brustkrebsvorbelastung) zugute und schaffen bei unklaren Befunden eine bisher unerreichte Detailgenauigkeit in der Abklärung.

„Die Spezialeinheit ‚innovative Diagnostik‘ ist eine Ergänzung zu den verschiedenen Diagnosemethoden und Früherkennungsprogrammen und findet vor allem bei ‚Problemfällen‘ ihren Einsatz“, erklärt hierzu der Leiter der neu eröffneten Einrichtung, Dr. med. Jochen Schenk. Neu bei der 3-D-Technik sei vor allem die Aufnahmetechnik der Geräte, die dem Radiologen bei verschiedenen Fragestellungen einen noch präziseren Blick erlaube.

Einsatz von 3-D-Ultraschall bei jüngeren Risikopatientinnen

So ist es mit dem 3-D-Ultraschall möglich, die gesamte Brust in allen Raumebenen darzustellen; alle Bilder können zudem digital gespeichert und von einem Dritten angesehen werden, was beim normalen Ultraschall nicht möglich ist. Dieses Untersuchungsverfahren eignet sich aufgrund seiner extrem hohen Bildauflösung vor allem für jüngere Patientinnen unter 50 Jahren mit dichtem Brustgewebe, sowie Patientinnen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko.

Abklärung schwieriger Befunde mit 3-D-Mammographie

Ergänzend dazu bringt die 3-D-Mammographie, auch Tomosynthese genannt, eine deutliche Verbesserung in der Brustkrebsdiagnostik. Mit Hilfe eines Mehrschichtverfahrens wird hierbei das Gewebe quasi millimetergenau nach Veränderungen ‚abgesucht‘. „In der Früherkennung von Risikopatientinnen und in der Abklärung schwieriger Befunde, zum Beispiel bei dichtem oder vernarbtem Brustgewebe, stellt diese Methode eine echte Innovation dar“, unterstreicht der Experte für Mammadiagnostik Dr. Schenk die neuen Möglichkeiten der neuen Gerätetechnik.

3-D-Technik ergänzt bewährte Untersuchungsverfahren

Das Mammographie-Screening-Programm, auf das alle Frauen von 50 bis 69 Jahren Anspruch haben, verliere dabei keineswegs an Bedeutung. „Im Gegenteil, im Rahmen einer Reihenuntersuchung ist dies derzeit die beste und bewährteste Methode, Brustkrebs möglichst früh aufzudecken“, so der Programmverantwortliche Arzt des Screening-Programms Mittelrhein. Die neue 3-D-Technik dagegen sei bei Problemfällen angezeigt.

Da es sich bei der Tomosynthese und dem 3-D-Ultraschall um ganz neue Untersuchungsverfahren handelt, werden diese von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen.

Wenn Sie Fragen haben zur neuen Spezialabteilung oder zu speziellen Untersuchungsverfahren, rufen Sie einfach an: Telefon 0261 / 30 460-0 oder mailen Sie uns: info@radiologie-koblenz.de