Lungenkrebs-Früherkennung mit Low Dose-Computertomografie (CT)

Mit der niedrig dosierten Spiral-Computertomografie, der sog. Low Dose-CT, steht jetzt für Risikopatienten eine effektive Methode zur Lungenkrebs-Früherkennung zur Verfügung. Das Radiologische Institut, das schwerpunktmäßig Früherkennungsuntersuchungen durchführt, bietet diese nur wenig belastende und moderne Diagnosemethode an.

Aktive und ehemalige Raucher profitieren von Früherkennung

Normale Lunge

Normale Lunge

Lungenkrebs zählt zu den häufigsten und zu den gefährlichsten Krebsarten. Dies liegt unter anderem daran, dass bösartige Tumore in der Lunge im Frühstadium keine Symptome verursachen und dadurch meist erst spät erkannt werden. Der Früherkennung kommt hier große Bedeutung zu.

Möglicher kleiner Lungentumor

Möglicher kleiner Lungentumor

Die U.S. Preventive Service Task Force (USPSTF) empfiehlt deshalb eine jährliche Low Dose-Computertomografie für alle Personen zwischen 55 und 80 Jahren, die 30 Jahre täglich eine Schachtel Zigaretten geraucht oder innerhalb der letzten 15 Jahre mit dem Rauchen aufgehört haben.

U.S.-Studie belegt Nutzen der Low Dose-CT-Untersuchung

Grundlage der Empfehlung ist eine große amerikanische Studie, in der mehr als 50.000 aktive oder ehemalige Raucher jährlich in einer Art Screening über nur drei Jahre mit einem Low Dose-CT untersucht wurden. Im Ergebnis zeigte sich acht Jahre nach Beginn der Studie, dass die Sterblichkeit um 20 Prozent zurückging. Das heißt, von 1.000 Personen, die drei Jahre lang untersucht werden, sterben drei weniger an Lungenkrebs.

Die Forscher führen die niedrigere Sterberate darauf zurück, dass Tumore in der Lunge durch die Low Dose-CT-Untersuchung bereits in frühem Stadium erkannt und damit gut behandelt werden können.

Die Untersuchung selbst geht sekundenschnell. Eine Kontrastmittelgabe ist nicht erforderlich.

Welche Nachteile und potentielle Risiken gibt es?

Der größte Nachteil besteht darin, dass viele auffällige Befunde entdeckt werden, bei denen es sich nicht um Lungenkrebs, sondern um harmlose Befunde handelt. Diese sog. falsch positiven Befunde könnten theoretisch Folgeuntersuchungen und invasive Maßnahmen wie z.B. Gewebeproben (Biopsien) oder offene Operationen nach sich ziehen. Als erfahrene Untersucher gehen wir mit diagnostizierten Veränderungen deshalb sehr vorsichtig um und setzen, sofern die Diagnose nicht eindeutig ist, erst einmal auf Verlaufskontrollen um z.B. unnötige Biopsien zu vermeiden.

Ein weiterer Aspekt ist die Strahlenbelastung. Diese ist mit unserem hochmodernen 256-zeiligen Computertomografen sehr niedrig. Wenn Sie sich 10 Jahre lang jährlich untersuchen lassen, entspricht die Dosis einer einzigen regulären Untersuchung von Lunge oder Bauch mit einem älteren Computertomografen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch in unserem Flyer:

Download Flyer Low Dose CT

Oder vereinbaren Sie mit unseren Ärztinnen/Ärzten ein unverbindliches Beratungsgespräch oder schreiben Sie uns eine E-Mail an: LowdoseCT@radiologie-koblenz.de

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