Nuklearmedizinische Abteilung des Radiologischen Instituts Hohenzollernstraße steht unter neuer Leitung

Facharzt Andreas Prößdorf ist Spezialist für Schilddrüsendiagnostik

Gute Nachrichten für Schilddrüsen-Patientinnen und –Patienten aus dem Großraum Koblenz. Seit 1. Januar 2019 ist im Radiologischen Institut Hohenzollernstraße Koblenz die nuklearmedizinische Abteilung für Schilddrüsendiagnostik nach einer kurzen Vakanz neu besetzt.

Blick aktuell sprach mit dem neuen Facharzt für Nuklearmedizin Andreas Prößdorf:

Herr Prößdorf, seit kurzem verstärken Sie das Team des Radiologischen Instituts Hohenzollerstraße und sind leitender Arzt im Bereich der Nuklearmedizin. Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit?

Hierzu gehört das breite Gebiet der Schilddrüsendiagnostik. Wir führen zudem Knochenszintigraphien durch, welche bei der Abklärung orthopädischer oder onkologischer Erkrankungen des Skelettsystems ihren Einsatz finden.
Gibt es denn neue Erkenntnisse im Bereich der Schilddrüsendiagnostik und -behandlung?

Hier hat sich in den letzten Jahren tatsächlich einiges getan. Bei Schilddrüsenproblemen ging es früher schnell Richtung Operation. Die Ultraschall-Technik ist heute aber so gut, dass wir bereits Veränderungen von 1 mm sehen und sehr genau beurteilen können. Verläufe von einem Knotenwachstum in der Schilddrüse können so in vielen Fällen erst einmal beobachtet werden, um zu sehen, ob eine Operation notwendig ist oder welche anderen therapeutischen Schritte eingesetzt werden können.

Welche Beschwerden deuten auf eine Schilddrüsenerkrankung hin?

Die Patienten klagen über Schluckbeschwerden, Kloßgefühl oder haben bemerkt, dass der Hals dicker geworden ist. Weitere Symptome können innere Unruhe, Herzbeschwerden, Gewichtsschwankungen und häufiges Frieren oder Schwitzen sein.
Können Patienten mit Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung direkt ins Radiologische Institut kommen?
In der Regel gehen Patienten mit ihren Beschwerden zunächst zu ihrem Hausarzt. Bei Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung stellt dieser eine Überweisung für die nuklearmedizinische Abteilung aus. Hier erfolgt dann eine genaue Abklärung.

Mit welchen Methoden wird eine Schilddrüsenerkrankung untersucht?

Zunächst einmal wird der Patient selbst befragt, welche Beschwerden vorliegen. Wenn er Vorbefunde von seinem Hausarzt mitbringt, ist das umso besser. Wichtig für die Abklärung sind eine Ultraschalluntersuchung und die Laborwerte. Da kann ich schon sehr viel herauslesen. Ob eine Szintigraphie notwendig ist, zeigt sich dann. Da bei dieser Untersuchung Radioaktivität zur Anwendung kommt, wäge ich dies als Arzt sehr genau ab. Generell kann man aber die Angst vor der Strahlenbelastung einer Szintigraphie nehmen. Diese ist etwa so hoch wie die natürliche Strahlenbelastung bei einem Flug von Frankfurt nach Chicago.

Herr Prößdorf, Sie sind von Köln nach Koblenz umgezogen. Wie gefällt es Ihnen hier?

Ich bin Rheinländer und fühle mich am Rhein sehr wohl. Deshalb gefällt es mir auch in Koblenz sehr gut. Ich habe hier schon sehr schöne Ecken entdeckt.

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