Allgemeine Informationen zur Brustdiagnostik

Von der Brustkrebsfrüherkennung, über Probeentnahmen bis hin zur Tumornachsorge bieten wir eine persönliche, technisch und fachlich kompetente Betreuung unserer Patientinnen durch spezialisierte Ärzte und MTRAs.

Mit modernsten Verfahren stellen wir die unbedingt notwendige Qualitätssicherung nach anerkannten Leitlinien in der Brustkrebsdiagnostik sicher und sorgen mit den entsprechenden Diagnoseverfahren (siehe unten) dafür, dass notwendige Eingriffe bei den betroffenen Frauen so schonend wie möglich vorgenommen werden können. Bei unklaren Befunden führen wir – in Abstimmung mit den überweisenden Kollegen – umgehend alle notwendigen Untersuchungen durch.

Dadurch kann innerhalb weniger Tage die Diagnose gestellt werden und eine spezifische Therapie erfolgen. Auch die möglicherweise nötige Umfelddiagnostik kann kurzfristig durchgeführt werden. In unserem Bemühen eine optimale Befundung und Therapie sicher zu stellen, arbeiten wir mit Praxen und Kliniken unterschiedlicher Fachdisziplinen zusammen. Das ermöglicht eine enge und individuelle Abstimmung der einzelnen Behandlungsschritte. Insbesondere besteht eine enge Kooperation mit dem Brustzentrum Mittelrhein.

Innovative Mammadiagnostik mit Tomosynthese (3D-Mammografie)

Die Fachabteilung unter der Leitung von Dr. med. Jochen Schenk ergänzt die Brustdiagnostik des Radiologischen Instituts Hohenzollernstraße Koblenz mit modernster, hoch innovativer Technik: Ein Gerät zur dreidimensionalen Mammografie, der Tomosynthese, macht die Abklärung und Behandlung von Brusterkrankungen noch präziser.

Diese Diagnoseverfahren ermöglichen insbesondere bei Risikopatientinnen und bestimmten Abklärungsfragen eine bisher unerreichte Detailgenauigkeit.

Und so funktionieren die Verfahren:

Die Tomosynthese (3D-Mammografie)

Die Tomosynthese ist eine Weiterentwicklung der digitalen Mammografie. Diese neue Methode liefert hoch qualitative Bilder des Brustgewebes in 3 Dimensionen. Ermöglicht wird dies durch eine bewegliche Röntgenröhre am Mammografiegerät, mittels derer die Brust aus verschiedenen Winkeln aufgenommen werden kann.

Tumore lassen sich damit differenzierter und eindeutiger darstellen und können nach Form und Größe dreidimensional analysiert werden.

Assistentin bei der Tomosynthese

Assistentin bei der Tomosynthese

Aufgrund der höheren diagnostischen Genauigkeit und der Tumorklassifizierung bringt die Tomosynthese eine deutliche Verbesserung bei der Früherkennung von Brustkrebs, speziell bei Frauen mit dichtem oder vernarbtem Brustgewebe.

Kleiner Brustkrebs mit sehr guter Erkennbarkeit in der Tomosynthese

Kleiner Brustkrebs mit sehr guter Erkennbarkeit in der Tomosynthese


Digitale Mammografie

Die Mammografie ist nach wie vor der entscheidende diagnostische Baustein in der Brustdiagnostik. Aufgrund der geringen Dichteunterschiede der weiblichen Brust, bestehend aus Drüsen, Fett- und Bindegewebe, muss an die Technik und Befundung einer Mammografie ein sehr hoher Anspruch gestellt werden.

Auch feinste Mikroverkalkungen müssen sichtbar gemacht werden. Die hohe Qualität unserer Mammografien wird durch die kontinuierliche Teilnahme am Qualitätsring „Mammografie“ sichergestellt. Die Brustdrüse zählt zu den strahlensensiblen Geweben. Aufgrund moderner Technik und spezieller Filmfoliensysteme konnte die Strahlenbelastung durch die Mammografie erheblich reduziert werden.

Da die Strahlenempfindichkeit der Brust mit zunehmendem Lebensalter abnimmt, setzen wir bei sehr jungen Patientinnen die Mammografie nur sehr selten ein. Hier versuchen wir, die klinischen Fragestellungen mittels hochauflösender Sonografie zu beantworten.

Für eine qualitativ hochwertige Mammografie ist die Kompression der Brust vor Anfertigung der Aufnahme notwendig. Je nach Empfindlichkeit kann die Kompression schmerzhaft sein, sie ist jedoch für das Drüsengewebe nicht schädlich.Grundsätzlich wird der Radiologe nach Beschwerden befragen und einen Tastbefund erheben. Je nach Befund und Beurteilbarkeit der Mammografie werden weitere Untersuchungen erforderlich.

Das Ergebnis der Untersuchung wird in der Regel direkt mitgeteilt. Da in unserem Institut alle Mammografien einer Zweitbefundung durch einen anderen Facharzt unterzogen werden, kann es vorkommen, dass wir in Einzelfällen Patientinnen zu einer weiteren gezielten Abklärung nochmals einbestellen, bevor der endgültige Befund erstellt wird.

Schreiben Sie uns, unsere Mamma-Experten antworten Ihnen gerne.


Magnetresonanztomografie der Brust

Die MR-Mammografie ist ein hochempfindliches Verfahren zum Brustkrebsnachweis. Sie wird in bestimmten Fällen zusätzlich zur Mammografie, ggf. Biopsie, eingesetzt.

Insbesondere kann sie „Problemfälle“ lösen:

  • Bei unklarem Gesamtbefund
  • Bei bekanntem Mammakarzinom, vor brusterhaltender Operation zum Ausschluss eines Zweittumors (Multifokalität/Multizentrizität)
  • Therapiemonitoring unter neoadjuvanter Chemotherapie (Chemotherapie vor einer Operation)
  • Tumorsuche
  • Differenzierung zwischen einem Karzinom und einer Narbe
  • Silikonimplantate, Wiederaufbauplastik

Mehrere Ärzte unseres Institutes besitzen eine Kassenzulassung für diese Untersuchung. Die Fälle, in denen die Kasse für die Kosten aufkommt, sind allerdings auf zwei Indikationen beschränkt.

  • Die Patientin ist bereits an einem bösartigen Tumor der Brust operiert und es kann mit Mammografie und Sonografie nicht unterschieden werden, ob eine Narbe oder ein neuer Tumor vorliegt.
  • Es sind Lymphknotenmetastasen eines bösartigen Mamma-Tumors nachgewiesen, der Tumor lässt sich aber mit Mammografie und Sonografie nicht finden.

Für die Zukunft bleibt zu hoffen, das die Indikationen und damit die Kostenübernahme durch die Krankenkassen für diese sehr aussagekräftige Untersuchung ausweitet werden.

Noch ein Wort zum Untersuchungsablauf: Für die Untersuchung müssen Sie den Oberkörper frei machen. Sie erhalten von uns eine blickdichte Körperbedeckung (Untersuchungskittel). Die Untersuchung erfolgt in Bauchlage. Dabei werden die Brüste in speziellen Untersuchungsschalen gelagert. Die Dauer der gesamten Untersuchung liegt bei ca. 25 Minuten. Im Anschluss an die Untersuchung erfolgt in den meisten Fällen eine sofortige Auswertung. Wichtig ist, dass sie alle Voraufnahmen, insbesondere auch bereits durchgeführte Mammografien und MRT-Aufnahmen der Brust zur Befundbesprechung mitbringen.

Eine MR-Mammografie sollte frühestens 6 Monate nach einer Operation und frühestens 12 Monate nach einer Strahlenbehandlung durchgeführt werden.

Schreiben Sie uns, unsere Mamma-Experten Drs. Schenk und Nickel antworten Ihnen gerne.

MR-Mammografie einer Brust

MR-Mammografie einer Brust


Hochauflösende Mammasonografie

Die hochauflösende Sonografie (Ultraschall) der Brust ergänzt die Mammografie, kann sie aber als Verfahren nicht ersetzen. Der alleinige Einsatz als Früherkennungsuntersuchung ist nicht mit ausreichender Sicherheit möglich, da kleinste Mikroverkalkungen, wie sie bei Brustkrebs häufig gefunden werden, methodisch bedingt, mit der Sonografie nicht erfasst werden können. Nur in Ausnahmefällen kann deshalb auf eine Mammografie verzichtet werden (z.B. bei sehr jungen Patientinnen).

Unklare Befunde in der Mammografie können durch ihr teilweise charakteristisches Aussehen im Ultraschall besser zugeordnet werden. Häufig kann so auf eine weitere Abklärung durch Biopsie oder operative Entfernung der Veränderung verzichtet werden.

 

Da die Sonografie dynamische Untersuchungen zulässt, kann im Gegensatz zur statischen Mammografie auch die Komprimierbarkeit und Verschieblichkeit eines Tumors geprüft werden. In Kombination mit der farbkodierten Duplex-Sonografie sind auch Aussagen zur Durchblutung und Gefäßversorgung eines Herdbefundes möglich.

Wir arbeiten mit zwei modernen Ultraschallgeräten (Acuson S 2000, Firma Siemens). Beide Geräte leisten mit 18mHz-Schallsonden die zur Zeit höchst mögliche Auflösung.

Schreiben Sie uns, unser Mamma-Experten antworten Ihnen gerne.

Hochauflösende Sonografie eines Tumors und einer Biopsienadel

Hochauflösende Sonografie eines Tumors und einer Biopsienadel


Elastografie und Powerdoppler

Durch die hochauflösende Sonografie mit einer 18mHz-Sonde ist eine deutlich bessere Differenzierung zwischen gut- und bösartigen Veränderungen in der Brust möglich. Additiv kommt bei unklaren Befunden noch die Elastografie und die Powerdoppleruntersuchung zum Einsatz.

Bei der Elastografie wird ein unklarer Befund gezielt über Druck auf seine Gewebeeigenschaften im Vergleich zum umgebenden Brustgewebe untersucht. Mit dem Powerdoppler werden feinste Blutgefäße in einem Tumor sichtbar gemacht und daraus Rückschlüsse auf die Gewebeigenschaften gezogen.

  Pathologische Blutgefäße in einem Brusttumor

Pathologische Blutgefäße in einem Brusttumor

Elastografie: Elastizitätsminderung eines Herdbefundes

Elastografie: Elastizitätsminderung eines Herdbefundes

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