• Kernspintomografie

    Untersuchungsverfahren ohne Anwendung von Röntgenstrahlen

Kernspintomografie

Untersuchungsverfahren ohne Anwendung von Röntgenstrahlen

Allgemeine Informationen Kernspintomografie

Die Kernspintomografie, auch Magnetresonanztomografie (MRT) genannt, ist ein modernes Untersuchungsverfahren ohne Anwendung von Röntgenstrahlen. Diese Methode macht sich zunutze, dass unser Körpergewebe zu einem hohen Prozentsatz aus Atomkernen des Wasserstoffs bestehen (Protonen). Diese verhalten sich wie kleine Magneten, die sich im magnetischen Feld des Kernspintomografen in der Längsachse ausrichten.

Koronare MRT eines Kniegelenkes

Koronare MRT eines Kniegelenkes

Axiale MRT eines Kniegelenkes

Axiale MRT eines Kniegelenkes

Institut verfügt über 3 Hochleistungs-MRTs

In unserem Institut in der Hohenzollernstraße stehen Ihnen drei Hochleistungs-Kernspintomografen zur Verfügung: ein 3-Tesla-MRT der weltweit neuesten Generation („Magnetom Trio“ von der Firma Siemens) sowie zwei weitere hochmoderne Geräte mit einer Feldstärke von 1,5 Tesla („Magnetom Avanto“ und „Magnetom Aera“, beide Firma Siemens).

Allgemeine Informationen zum Untersuchungsablauf

Im Allgemeinen ist es nicht erforderlich, dass Sie nüchtern zu Untersuchung kommen. Die Ausnahmen werden ausführlich bei der Terminvergabe mit Ihnen besprochen.

Vor der eigentlichen Untersuchung erhalten Sie einen ausführlichen Fragebogen. Dieser muss sorgfältig ausgefüllt werden, insbesondere im Hinblick auf das Tragen eines Herzschrittmachers oder anderer elektronischer Implantate (z.B. Morphinpumpen, Defibrillatoren). Wenn sie eines dieser Geräte tragen, dürfen sie nicht in einem MRT untersucht werden! Die Mitarbeiter/innen werden sie in jedem Fall nochmals vor der Untersuchung gezielt danach befragen. Falls sie ein künstliches Hüftgelenk/Kniegelenk oder andere metallische Implantate haben, ist meistens eine Untersuchung ohne Probleme möglich.

Auf eine Besonderheit ist ebenfalls hinzuweisen: Wenn Sie einen magnetischen Zahnersatz tragen, dürfen Sie nicht in einen Kernspintomografen, da das Magnetfeld die Wirkung ihres Zahnersatzes aufhebt!

Während der gesamten Untersuchung müssen sie absolut ruhig liegen. Falls Sie Platzangst oder Allergien haben, teilen Sie uns dies unbedingt rechtzeitig mit. Wir werden dann mit Ihnen über eine entsprechende medikamentöse Vorbereitung sprechen.

Die Untersuchungen dauern im Allgemeinen ca. 15 – 30 Minuten, z.T. wird auch noch Kontrastmittel zur weiteren Diagnostik eingesetzt. Aufgrund der eingeschalteten Magneten entstehen während der Untersuchung verschiedene Klopfgeräusche. Sie erhalten von uns Kopfhörer, ggf. auf Wunsch auch mit Musik. Sie erhalten ihre Bilder auf CD. Das Untersuchungsergebnis wird Ihrem Hausarzt/Überweiser umgehend mitgeteilt (Post, Fax oder auch zusätzlich telefonisch).

Übrigens sind keinerlei schädliche Nebenwirkungen bei der MRT bekannt. Trotzdem sollten Schwangere in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten nur in Ausnahmefällen untersucht werden.

Weitere Informationen zu den einzelnen Untersuchungen erhalten Sie unter den spezifischen Rubriken.


MRT des Kopfes

Unauffällige Hirnstrukturen

Unauffällige Hirnstrukturen

Die Magnetresonanztomografie (MRT) des Kopfes ist eine der wichtigsten MR-Untersuchungen, da mit ihrer Hilfe entzündliche (z.B. Multiple Sklerose), tumoröse (Hirntumore, Metastasen) und durchblutungs-bedingte Veränderungen des Gehirns (z.B. bei Bluthochdruck) dargestellt werden können.

Auch können mit ihrer Hilfe frische und ältere Schlaganfälle (Hirninfarkte) sowie Blutungen diagnostiziert werden.

Aneurysma der a.carotis interna links (Pfeil)

Aneurysma der a.carotis interna links (Pfeil)

Selbstverständlich ist auch die Darstellung der im Kopf gelegenen Gefäße (MR-Angiografie) eine Domäne der MRT. Insbesondere, wenn es darum geht Aneurysmen (sackförmig erweiterte Arterien) oder Stenosen (Engstellen) zu detektieren.

MR-Angiografie – Aneursma der a. carotis interna links (Pfeil)

MR-Angiografie – Aneursma der a. carotis interna links (Pfeil)

Die Untersuchungsdauer beträgt in der Regel ca. 20 Minuten. Durch eine moderne Gerätetechnik wird die Untersuchung von den meisten Patienten als wenig belastend empfunden.


MRT des Bauchraums (Abdomens) und d. Gallenwege

Mit Hilfe sehr schneller Mess-Sequenzen und spezifischer Kontrastmittel ist es aufgrund neuer Techniken möglich, genaue Untersuchungen des Bauchraums einschließlich des Beckens durchzuführen.

Dabei sind so genannte dynamische Studien (Untersuchung von Organen in verschieden Durchblutungsphasen) von größter Bedeutung. So können z.B. in der Leber oder in der Bauchspeicheldrüse Tumore oder auch Tochtergeschwülste anderer bösartiger Erkrankungen in nahezu allen Fällen nachgewiesen werden.

Einen besonderen Platz nimmt die Magnetresonanztomografie (MRT) der Gallengänge einschließlich der Gallenblase mittlerweile ein. Ehe es die MRT gab, konnten die Gallengänge nur durch das Einbringen einer Sonde über Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm und anschließender Kontrastmittelgabe röntgenologisch dargestellt werden. Diese Prozedur ist nicht nur sehr unangenehm, hierbei kann es außerdem zu Infektionen, insbesondere der Bauchspeicheldrüse kommen. Dies ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch außerordentlich gefährlich.

MRT des Bauches

MRT des Bauches

MRT der Gallengänge

MRT der Gallengänge

Die MRT der Gallenwege bietet hier eine sehr komfortable und sehr aussagekräftige Alternative – ohne das Einbringens einer Sonde. Es ist lediglich die Gabe einer geringen Menge eines Kontrastmittels nötig. Innerhalb von wenigen Sekunden ist die Untersuchung abgeschlossen und kann ausgewertet werden. Eine Strahlenbelastung entfällt.

Die MRT ist auch bei Erkrankungen der Nieren, der Gebärmutter, der Eierstöcke, der Harnblase und der Prostata zum Nachweis von Entzündungen und Tumoren nicht mehr wegzudenken.


MRT des Herzens (Cardio-MRT)

Dank modernster Technik mit schnellen Mess-Sequenzen ermöglicht die Magnetresonanztomografie (MRT) eine nicht invasive (ohne Herzkatheter) Untersuchung des Herzens. Die Untersuchungsdauer liegt bei ca. 30 – 45 Minuten. Ggf. ist eine Kontrastmittelgabe erforderlich.

Die Kardio-MRT ist insbesondere dann sinnvoll, wenn ein Befund durch andere kardiologische Untersuchungsmethoden nicht geklärt werden kann. So kann die Kardio-MRT z.B. bei einer echokardiografisch (Herz-Ultraschall) nachgewiesenen Wandbewegungsstörung des Herzmuskels zwischen noch lebendem (vitalem) Herzmuskelgewebe (so genanntes stunned oder hibernating Myocardium) und einer Infarktnarbe unterscheiden. Dabei ist die Bildqualität so gut, dass selbst die Infarktausdehnung (gesamte Herzwand oder nur Teile betroffen) im Gegensatz zu anderen Verfahren exakt nachgewiesen werden kann.

Normalbefund

Normalbefund

Durchblutungsstörung unter Belastung (medikamentös) im Versorgungsgebiet der linken Coronararterie

Durchblutungsstörung unter Belastung (medikamentös) im Versorgungsgebiet der linken Coronararterie

Bei folgenden Fragestellungen kann die Kardio-MRT eingesetzt werden:

  • Morphologie und Funktion des Herzmuskels
  • Vitalität des Herzmuskels
  • Herzklappenfehler, Darstellung und Quantifizierung
  • Myokarditis, Cardiomyopathie
  • Herzfehler, Verlaufskontrollen nach operativer Korrektur
  • Perfusions- (Durchblutungs-) Studien des Herzmuskels in Ruhe und Stress
  • Darstellung von Thromben und Herztumoren/Tumoren des Perikards(Herzbeutel)
  • Dysplasie des rechten Ventikels
  • Beziehung zu den großen Gefäßen, Ausflusstrakt, Aortendissektion

Zurzeit ist eine Darstellung der Herzkranzgefäße bzw. der Gefäße nach Bypassoperationen in der MRT noch nicht befriedigend möglich. Hier ist nach wie vor eine Herzkatheteruntersuchung der diagnostische Standard. Eine zukunftsweisende Entwicklung findet sich jedoch in der Computertomografie der Herzkranzgefäße (weitere Informationen hierzu finden Sie unter CT der Herzkranzgefäße).


Multiparametrische MRT der Prostata

Multiparametrische MRT der Prostata Die MRT der Prostata ist in unserer Praxis ein seit vielen Jahren etabliertes Verfahren und wird nur von speziell geschulten Ärzten betreut. Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen wird häufig das PSA (Prostata-spezifisches Antigen) bestimmt. Ein normales PSA schließt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Prostatakarzinom aus. Wie ist es jedoch, wenn eine Erhöhung des PSA festgestellt wird?

Dann muss zunächst eine eingehende urologische Untersuchung ggf. auch eine Probeentnahme durchgeführt werden. Da Erhöhungen des PSA-Wertes auch bei gutartigen Prostatavergrößerungen und Entzündungen auftreten und auch Tumore oft nur klein sind, ist die Diagnose nicht immer einfach. Hier kann die Prostata-MRT entscheidend zur Diagnose beitragen.

Findet sich ein entsprechendes verdächtiges Areal, kann der Urologe gezielt seine Biopsie durchführen.

Untersuchungsablauf: Eine besondere Untersuchungsvorbereitung ist nicht erforderlich. Die gesamte Untersuchung dauert ca. 20 Minuten.

Prostata axial

Prostata axial

Prostata coronar

Prostata coronar


MRT der Wirbelsäule

Bandscheibenvorfall, HWK 5/6 (Pfeil)

Bandscheibenvorfall, HWK 5/6 (Pfeil)

MRT der LWS – geringer Verschleiß

MRT der LWS – geringer Verschleiß

Eine Magnetresonanztomografie (MRT) der Wirbelsäule wird durchgeführt, wenn seit längerer Zeit Rückenschmerzen bestehen oder wenn Schmerzen vom Rücken in die Arme/Hände oder Beine/Füße ausstrahlen.

Mit Hilfe der MRT können Bandscheibenvorwölbungen sowie Bandscheibenvorfälle sicher diagnostiziert werden. Des Weiteren kann der Rückenmarkkanal beurteilt werden – bei manchen Menschen kommt es im Laufe des Lebens zu einer Verengung des Rückenmarkkanals (Spinalkanalstenose).

Durch die MRT ist eine exakte Bestimmung des Ausmaßes möglich. Auch finden sich in der Wirbelsäule viele kleine Gelenke. Diese können wie alle Gelenke im übrigen Körper auch einen Verschleiß zeigen, der in der MRT deutlich sichtbar wird.

Letzteres sind so genannte radikuläre Schmerzen, d.h. die Schmerzen entstehen durch eine Irritation einer oder mehrerer Nervenwurzeln.


MRT der Gelenke

Meniskusriss

Meniskusriss

Die Magnetresonanztomografie (MRT) der Gelenke ist eine der am häufigsten durchgeführten Untersuchungen überhaupt. Am Kniegelenk können z.B. feinste Meniskusrisse nachgewiesen werden. Auch knöcherne Veränderungen und Bandläsionen sind eindeutig zu diagnostizieren.

inatakte Supraspinatussehne (Pfeil)

inatakte Supraspinatussehne (Pfeil)

Bei Schulterschmerzen ist die MRT eine der maßgeblichen Untersuchungen zur Beurteilung der anatomischen Situation, insbesondere beim so genannten Impingement, d.h. eine Einengung des Schultergelenkes zwischen Oberarmkopf und Schulterdach. In dieser Region verläuft eine der Hauptsehnen der Schulter (Supraspinatussehne).

Abriß der Supraspinatussehne (Pfeil)

Abriß der Supraspinatussehne (Pfeil)

Ist dieser Raum zu eng, kann es zu einer sehr schmerzhaften Sehnenreizung/-entzündung bis hin zu einem Sehnenteil- oder -komplettriss kommen. Selbstverständlich können auch entzündliche Veränderungen, z.B. Gelenkentzündungen im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung, eindeutig nachgewiesen werden.

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